Was Sie bei einer Erkältung essen sollten

 

 

Gesundmacher: die Hühnersuppe

Der Hals schmerzt, die Nase trieft und beim Telefonat lässt sich der Hustenanfall nicht unterdrücken. Es gibt kein Zweifel: die nächste Erkältung rollt heran. Oft bleibt es nicht bei einem Infekt pro Saison. Erwachsene liegen in der Regel zwei- bis viermal im Jahr auf der Nase.

 

Vermutlich probieren Sie – wie jedes Mal – Husten und Schnupfen irgendwie in den Griff zu bekommen. Egal, was Sie sich in der Apotheke an Medikamenten besorgen, vergessen Sie nicht die Ernährung. Ein Infekt schwächt den Körper. Zudem arbeitet das Immunsystem auf Hochtouren, um die Erreger zu beseitigen. Versorgen Sie deshalb ihren Organismus mit Vitaminen und Mineralien, indem Sie reichlich Obst und Gemüse essen. Vermeiden Sie dafür zu fettreiche und gehaltvolle Mahlzeiten. Das belastet den Körper unnötig.

 

 

Fitmacher Obstsalat: Kiwis sind echte Vitamin-C-Bomben

Manchen Speisen wird sogar ein Abwehr-stärkender Effekt zugeschrieben. So soll Hühnersuppe gegen Erkältungen helfen. Und tatsächlich: Wissenschaftler des Nebraska Medical Center in Omaha, Nebraska (USA), zeigten im Laborversuch, dass Hühnersuppe Entzündungen eindämmt und damit die Symptome eines Atemwegsinfektes abmildern kann. Welche Inhaltsstoffe für den Effekt verantwortlich sind, fanden die Forscher nicht heraus. Neben dem gekochten Hühnchen scheinen aber die diversen Gemüsearten eine Rolle zu spielen – egal ob Tütensuppe oder Omas Hausrezept. Zudem wirkt sich die heiß gelöffelte Flüssigkeit positiv auf die Schleimhaut in Mund und Rachen aus.

 

Neben Hühnersuppe gilt Vitamin C als Kick für das Immunsystem. Bekannt ist, dass Menschen, die einen Vitamin C-Mangel haben, leichter eine Erkältung bekommen. Zudem brauchen spezielle Immunzellen die Substanz, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Es lohnt daher die Obst- und Gemüsesorten auszuwählen, die besonders viel Vitamin C enthalten. Kiwis, Orangen, rote Paprikas oder Brokkoli gehören dazu. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) decken Sie Ihren täglichen Bedarf an Vitamin C, wenn Sie zum Beispiel eine halbe rote Paprika, eine Kiwi und eine Tomate essen. Ob eine Nahrungsergänzung in Tabletten- oder Brauseform sinnvoll ist, klären Sie am besten mit dem Arzt ab. Während Vitamin C sicher fast jedem etwas sagt, führt der Mineralstoff Zink in dieser Hinsicht ein Schattendasein. Doch auch das Spurenelement spielt eine Rolle im Immunsystem. Robert Cousins, Forscher an der University of Florida in Gainesville (USA), entdeckte, dass Zink die Aktivität von bestimmten Immunzellen steigert. Wissenschaftler der Wayne State University in Detroit, Michigan (USA), wiesen zudem eine entzündungshemmende Wirkung nach. Zink kommt unter anderem in Milch, Käse und Rindfleisch vor. Den Tagesbedarf können Sie laut DGE durch zwei Scheiben Vollkornbrot mit Käse und fünf Esslöffeln Haferflocken decken.

 

 

Ingwer als Erkältungsbekämpfer
Manche Hobbyköche schwören dagegen auf Ingwer als Erkältungsbekämpfer. Die scharfe Knolle regt erstens Wärmerezeptoren im Körper an und treibt so das Frösteln aus. Zweitens soll Ingwer Viren und Bakterien bekämpfen. Drittens greift der Inhaltsstoff 6-Gingerol in das Abwehrsystem ein und geht gegen Entzündungen vor, das ergab zumindest ein Laborversuch von Forschern der Universität Paris (Frankreich). Sollte Ihnen die Knolle nicht zu scharf schmecken, können Sie sich eine Karotten-Ingwer-Suppe köcheln oder einen Erkältungstee zubereiten.

Damit Husten und Schnupfen schnell wieder verschwinden, sollten Sie neben dem gesunden Essen auch darauf achten, dass Sie ausreichend viel trinken. Gönnen Sie Ihrem Körper Ruhe, lüften Sie regelmäßig und schlafen Sie sich gesund.

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