Was ist eigentlich … Bubble Tea?

Was ist eigentlich ... Bubble Tea

 
Sie gehören sicher nicht zur Gruppe der 12- bis 16-Jährigen. Denn sonst wüssten sie längst, dass Bubble Tea derzeit das In-Getränk pubertieren- der Kids ist.

 

Es handelt sich dabei um eine ziemlich süße Mischung, die Tee, Milch und aromatisierten Sirup enthalten kann, immer aber geleeartige Perlen aus Tapiokastärke oder Ähnlichem. Durch einen extradicken Trinkhalm werden die Perlen eingesaugt und erzeugen so zusammen mit dem Tee ein besonderes Mundgefühl. Es gibt auch Perlen, die im Mund zerplatzen. Erfunden wurde das Getränk angeblich in den 80er-Jahren in Taiwan. Die Getränke sind extrem süß. Sie sind auf gar kei¬nen Fall für kleine Kinder geeignet, warnen Experten. Denn diese könnten die zähen Kügelchen verschlucken oder sogar in die Lunge bekommen.

 

Geschichte und Verbreitung

Bubble Tea wurde Mitte der 1980er Jahre in der Republik China (Taiwan) erfunden, wobei mindestens zwei Teehäuser die Urheberschaft für sich beanspruchen. Das ursprüngliche Schaumgetränk enthielt noch keine Tapiokaperlen, sondern nur Fruchtsirup oder -püree und wurde von Straßenverkäufern vor allem an Schulkinder verkauft. Einige Zeit später kamen die Tapiokakugeln hinzu. Populär geworden sein soll es erst nach einem Bericht des japanischen Fernsehens über das Getränk. In den 1990er Jahren wurde Bubble Tea zu einem Trendgetränk in Asien und in Kalifornien, von wo aus sich der Trend in den ganzen Vereinigten Staaten verbreitete. In Asien, den Vereinigten Staaten und Australien gibt es Teehaus-Ketten, die ausschließlich Bubble Tea in den unterschiedlichsten Varianten verkaufen. Mittlerweile gibt es auch in Deutschland und Österreich Bubble Tea. In den Innenstädten stieg die Anzahl der Bubble-Tea-Cafés stark an. Konzept und Einrichtung sind sehr ähnlich, letztere ist oft in Orange und Grün gestaltet. Sie werden teilweise als Franchising betrieben.

Es ist vor allem in Taiwan und China sowie Südostasien sehr beliebt, aber inzwischen auch in den Vereinigten Staaten und in Australien. 2009 wurde Bubble Tea erstmals in Deutschland angeboten. 2010 folgten Läden in Österreich und 2012 Läden in der Schweiz. 2012 verkaufte auch McDonald’s Bubble Tea in seinen Filialen in Deutschland und Österreich.

 

Gesundheitliche Aspekte

Bubble Tea wird von Ernährungsexperten wegen seines hohen Zuckergehalts kritisiert, der etwa dem von Softdrinks entspricht. Laut Stiftung Warentest enthielten diverse Bubble Tea-Getränke etwa gleich viel Zucker und Koffein wie der Softdrink Cola. Des Weiteren wurde in allen getesteten Produkten Azofarbstoffe und künstliche Aromen in jeweils erlaubtem Umfang festgestellt. Der Kaloriengehalt von Bubble Tea ist je nach Zubereitungsart unterschiedlich. Kinderärzte warnen davor, dass sich Kleinkinder an den im Durchmesser 5 bis 8 Millimeter kleinen Perlen verschlucken und dadurch ersticken könnten und fordern entsprechende Warnhinweise auf den Bechern.

Wissenschaftler vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin der RWTH Aachen behaupteten gegenüber Journalisten der Rheinische Post im Jahr 2012, in Bubble Tea gesundheitsgefährende krebserregende Chemikalien gefunden zu haben. Ein entsprechender Artikel führte zu einem breiten Medienecho in Deutschland. Das Verbraucherschutzministerium Nordrhein-Westfalen ließ daraufhin 84 Proben untersuchen. Alle waren frei von Giftstoffen. Die Markenhersteller Possmei und Tea One gaben Analysen bei unabhängigen Instituten in Auftrag, bei denen ebenfalls keine Giftstoffe gefunden wurden.

Der für die Analyse des Aachener Instituts zuständige Wissenschaftler Manfred Möller, der in Medien mit der Aussage zitiert worden war, in Bubble Tea befinde sich „jede Menge Dreck“, behauptete 2013, dass nie Aussagen über eine mögliche Gesundheitsgefährdung getroffen worden seien, dass es sich bei der Analyse nur um einen Test eines neuartigen Messgeräts gehandelt habe und distanzierte sich von skandalisierenden Medienberichten, die er als „Verleumdungskampagne“ bezeichnete. Betroffene Unternehmer sehen die Schuld jedoch bei dem entsprechenden Institut, das sich vorschnell und fahrlässig an die Presse gewandt habe.

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