Tumor-Vorbeugung mit Getreide & Co

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Brustkrebs ist bei Frauen in Deutschland die am häufigsten zum Tode führende Krebserkrankung. Pflanzenhormone sollen das Sterblichkeitsrisiko um 40 Prozent verringern.

 

Für die 58 000 Frauen in Deutschland, die jährlich an Brustkrebs erkranken, gibt es neue Hoffnung. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg konnten erstmals nachweisen, dass Pflanzeninhaltsstoffe mit hormonähnlicher Wirkung bei Brustkrebs nach den Wechseljahren das Sterblichkeitsrisiko sowie das Risiko, Metastasen oder Zweittumore zu entwickeln, um bis zu 40 Prozent verringern.

 

Pflanzenhormon steckt in gesunder Ernährung

Den Pflanzenhormonen werden schon seit längerem krebshemmende Eigenschaften zugeschrieben. Diese sogenannten Phytoöstrogene sind Pflanzeninhaltsstoffe, die mit der täglichen Ernährung aufgenommen werden. Sie kommen unter anderem in Leinsamen, aber auch in Getreide und Gemüse vor. Die Forscher hatten bereits im vergangenen Jahr mehrere Studien analysiert und waren zu dem Schluss gekommen, dass eine phytoöstrogenreiche Nahrung das Risiko für Brustkrebserkrankungen nach den Wechseljahren reduziert.

Aufgrund ihrer neuesten Untersuchungen haben die Forscher nun auch „erste deutliche Hinweise darauf“, dass die Pflanzenhormone nicht nur das Erkrankungsrisiko für Brustkrebs nach den Wechseljahren senken, sondern auch das Sterblichkeitsrisiko. Grundlage waren Blutproben von 1140 Frauen, die nach den Wechseljahren an Brustkrebs erkrankt waren.

 

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