Sport und Fitness in der Schwangerschaft

 

Lust auf Bewegung? Vorausgesetzt, die Schwangerschaft verläuft normal,starten Sie ruhig durch, denn Sport und Gymnastik machen nicht nur gute Laune und helfen, Muskeln und Bänder zu entlasten, sondern sportliche Schwangere haben auch einen stabileren Kreislauf.

 

Zusätzliches Plus:

Der Fötus im Bauch bekommt mehr Sauerstoff, was den Stoffwechsel ankurbelt. Schonende, regelmäßige Bewegung/Sport schadet also nicht, sondern nützt Mutter und Kind.

 

 

Tipp:

Bewegen Sie sich nur so schnell bzw. intensiv, dass Sie sich dabeiweiter locker unterhalten können, und achten Sieauf Signale Ihres Körpers – er wird Sie vor Überlastungen warnen. Ihr Herz arbeitet während der Schwangerschaft auf Hochtouren. Es muss mehr Blut in den Körper pumpen und zusätzlich die Plazenta versorgen. Damit Sie Ihr Herz nicht überlasten, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Puls nicht über 140-145 pro Minute steigt. Sind Sie unsicher, ob Sie eine bestimmte Sportart weiter ausüben dürfen, so sprechen Sie am besten Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder Ihre Hebamme darauf an. Bleiben Sie ambesten bei Ihrer gewohnten Sportart. Vermeiden Sie aber zu hartes Training.

Welche Sportarten Ihnen jetzt gut tun können:

Besonders empfehlenswert: Schwimmen, Aquafitness, Walking,Radfahren und Spazieren gehen.

 

Empfehlenswert:

Sanftes Jogging 2-3-mal die Woche, Aerobic,mäßiges Kraft- oder Gerätetraining im Studio (Streckübungenvermeiden, da Gelenke und Bänder elastischer als normal sind).Die Bauchmuskeln dürfen nicht angestrengt werden. Lassen Siesich von einem/einer kompetenten Trainer/Trainerin im Studio beraten. Trinken Sie reichlich vor, während und nach dem Training. Sie brauchen viel Flüssigkeit, da Sie leichter ins Schwitzen kommen als sonst.

 

Nicht empfehlenswert:

Fußball, Basketball oder Handball, Volleyball,Tennis, Skifahren, Rollschuh, Eislaufen, Inliner, Reiten. Hartes Training sollten Sie grundsätzlich vermeiden. Wenn Sie sich unbehaglich fühlen, Blutungen, Schmerzen oder Übelkeitauftreten, sollten Sie sofort aufhören. Es ist auch nicht von Vorteil,während der Schwangerschaft eine neue Sportart für sich aus zuprobieren, besonders dann, wenn die Bewegungen zu anstrengend sind. Letztendlich muss aber jede Frau für sich entscheidenund beurteilen, welche Sportart zu ihr passt und vorallem auch Spaß macht.

 

Auch auf den Saunabesuch

müssen Sie nicht verzichten, wenn Sie ihn bisher gut vertragen haben. Aber bleiben Sie auf de nunteren, nicht ganz so heißen Bänken und verzichten Sie auf Aufgüsse. Auch hier gilt als Maßstab Ihr Wohlgefühl!

Auf den Besuch eines Solariums sollte zumindest in der Frühschwangerschaftverzichtet werden. Es gibt Vermutungen, dassdie UV-Strahlung zum Abbau von Folsäure beiträgt. Folsäure ist besonders in den ersten Wochen der Schwangerschaft für die Entwicklung von Rückenmark, Gehirn und Nervenzellen des Embryos und für die Blutbildung der Mutter wichtig. Auch reagiert in der Schwangerschaft die Haut durch den Einfluss der Hormone noch empfindlicher auf ultraviolette Strahlen. Bei Schwangeren treten deshalb häufiger Hautreizungen, Sonnenallergienoder Pigmentflecken auf, besonders im Gesicht und imBereich von Leberflecken und Brustwarzen. Für Jugendliche unter 18 Jahren sind Solariumsbesuche seit 2009 verboten.