Specialized Enduro 29 SE: Fahrbericht vom SuperEnduro-Rennen in Finale Ligure

Specialized Enduro 29 SE

Specialized Enduro 29 SE: Fahrbericht vom SuperEnduro-Rennen in Finale Ligure

Es war nur eine Frage der Zeit und viele hatten es längst vorhergesagt, dass Specialized dem 650b-Trend mit einem 29″-Enduro entgegen treten werde. Vergangenen Herbst war es so weit: Im Rahmen des Finales der SuperEnduro-Serie präsentierte Specialized in Finale Ligure ausgesuchten Medien das brandneue Enduro 29 SE. Bis heute mussten wir uns in Schweigen hüllen doch nun ist es offiziell – im folgenden Artikel verraten wir euch alles über das neue Enduro-Paradebike der Kalifornier und stellen uns im zweiten Teil die Frage, ob die Größe 27,5″ im All Mountain- und Enduro-Sektor durch Bikes wie dem neuen Enduro 29 seine Berechtigung verliert.

Fazit

 

Fazit – Christoph: Auf den wenigen Abfahrten die ich mit dem Specialized Enduro 29 absolvierte fühlte ich mich von Anfang an sehr wohl auf dem Rad. Die Umstellung von 26″ auf 29″ war innerhalb der ersten Meter bereits geschehen. Schon nach wenigen Metern der ersten Trail-Ausfahrt war ich von der Wendigkeit und Agilität des Rades total begeistert, was man den erstaunlich kurzen Kettenstreben zu verdanken hat. Das Rad fuhr sich spritzig, war verspielt und dank der großen Laufräder auch sehr laufruhig. Da wir alle Etappen des SuperEnduro Rennens im Vorfeld mehrfach gefahren sind, konnte ich beide Laufradgrößen im direkten Vergleichen gut gegenüberstellen. Das Ergebnis: Auf den dortigen Strecken sah ich für mich persönlich in den großen Laufrädern gepaart mit dem sehr wendigen Rahmen nur Vorteile.

 

Fazit – Maxi: Lange habe ich darauf gewartet, dass eine Firma den ersten Schritt macht und ein vollwertiges Enduro mit großen Laufrädern auf den Markt bring. Dass Specialized nun diese Vorreiterrolle einnimmt wundert mich nicht, was mich jedoch sehr erstaunte waren die Geometrie-Daten, welche man uns beim Launch in Finale Ligure präsentierte. Ich liebe lange Hauptrahmen und kurze Hinterbauten – das eine solche Geometrie an einem 29er zum Einsatz kommt war längst überfällig und dennoch überraschend.

Specialized hat es geschafft die Vorteile großer Laufräder mit dem agilen Fahrverhalten eines 26″-Bikes zu kombinieren. Man steht tief im Rahmen, kann das Bike wunderbar über das Heck steuern und hat ein tolles Überrollverhalten. Im Rahmen des SuperEnduro-Rennens in Finale Ligure kam ich für mich persönlich zu dem Schluss, dass das Enduro 29 SE unter Anbetracht meines Fahrstils und meiner persönlichen Vorlieben in meinen Augen die Referenz unter den Enduro-Bikes darstellt. Für mich ist es das schnellste Enduro-Bike, das der Markt aktuell zu bieten hat.

Pro:

  • sehr potentes Fahrwerk
  • leicht
  • unglaublich schnell [subjektiver Eindruck]
  • tolle Geometrie – sehr ausgewogen
  • erstklassiges Handling – kommt einem 26″-Bike sehr nahe
  • super Ausstattung

Contra:

  • CCDB Air Dämpfer ohne Plattform – wippt bergauf
  • Hub der Vario-Stütze aufgrund des steilen Sitzwinkels nicht ausreichend
  • ohne Vario-Stütze nicht zu empfehlen
  • sehr teuer

Details zum Test-Bike

  • Specialized S-Works Enduro 29 – rot/schwarz [nicht serienmäßig] – Größe “M” – 155 mm Federweg
  • Cane Creek Double Barrel Air Dämpfer – Volumenanpassung der Luftkammer mit großem Volumen-Spacer [viel LSC, HSC im mittleren Bereich]
  • FOX 34 Factory CTD Talas Kashima – 150 mm Federweg
  • Roval Traverse SL 29″ Laufradsatz – 1640 Gramm
  • SRAM XX1-Antrieb – 30er Kettenblatt vorn
  • e13 Kettenführung oben
  • SRAM X.0 Trail World Cup Bremsen
  • Specialized Command Post Black Elite – 125 mm Hub [noch nicht das neue Modell mit interner Kabelführung]

 

(Quelle)

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