Kaffee in der Schwangerschaft – Wie viel ist in Ordnung?

 

 

 

Schwanger zu sein ist sicher eine der spannendsten Zeiten im Leben einer Frau. Vor allem während der ersten Schwangerschaft mischt sich zu der Vorfreude allerdings häufig auch eine Portion Unsicherheit. Über allem schwebt die bange Frage: Schadet es dem Ungeborenen oder nicht? Das gilt selbst für das Kaffeetrinken. Doch hier kann Marianne Rudischer, Ernährungsmedizinische Beraterin bei der Barmer GEK, Entwarnung geben: „Kaffee in Maßen kann ohne ein schlechtes Gewissen getrunken werden.“

 

 

 

Was bedeutet ‚in Maßen’?

Auch Schwangere können mit einer Tasse duftendem Kaffee in den Tag starten. Und selbst eine zweite Tasse am Nachmittag wird dem Ungeborenen nicht schaden. Viel mehr soll es dann aber auch nicht sein. „Wichtig ist, dass die Gesamtmenge von 200 bis maximal 300 mg Koffein pro Tag nicht überschritten wird, und das entspricht etwa zwei bis drei Tassen Kaffee“, so Rudischer. Allerdings vergessen manche Schwangere dass auch andere Getränke Koffein enthalten – etwa Cola und auch schwarzer sowie grüner Tee. „Vor allem aber auch Energydrinks enthalten oft große Mengen Koffein. Deshalb sollten Schwangere darauf ganz darauf verzichten“, sagt Rudischer.

 

 

 

Was bewirkt zuviel Koffein überhaupt?

Im Verdauungstrakt wird Koffein schnell aufgenommen und kann die Plazenta frei passieren. Das bedeutet, die Koffeinkonzentration im Blutplasma des Ungeborenen gleicht jener der Mutter. Auch die Wirkungen sind vergleichbar: Erhöhung des Herzschlages und Aktivierung des Nervensystems. Der Koffeinspiegel bleibt beim Baby sogar länger erhöht, da sein Organismus die Substanz langsamer abbaut.

 

 

 

Gibt es Alternativen?

Manche Schwangere sind besonders vorsichtig und wollen doch lieber ganz auf Kaffee verzichten. Und manchmal bekommen sie dabei sogar Unterstützung aus der Natur. Gerade im ersten Drittel der Schwangerschaft kann sich der Geschmackssinn verändern und der Appetit auf Kaffee verflüchtigt sich. Den anderen empfiehlt Rudischer: „Eine ganz einfache, aber wirkungsvolle Methode ist, auf koffeinfreie Sorten umzusteigen.“