Hauttypologie und Einteilung in die klassischen Hauttypen

 

 

Zart wie Samt und Seide, feinporig, gut durchblutet und sehr elastisch – so sieht der ideale Hauttyp aus. Darüber können sich allerdings nur die wenigsten Menschen freuen. Mischhaut, fettige und trockene oder empfindliche Haut sind die Hauttypen, die das wirkliche Leben prägen. Wie unsere Haut aussieht und sich anfühlt hängt stark von der Talgproduktion ab.

 

 

Der Talg umschließt die Feuchtigkeit und verteilt sie auf der Hautoberfläche. Je nach Belastung und Aufgaben ist die Haut an den unterschiedlichen Körperstellen verschieden beschaffen. Und das trifft auch auf das Gesicht zu. Meist ist die Haut in der Gesichtsmitte eher fettig, die restlichen Partien eher trocken. Dabei verlaufen die fettigeren Zonen vom Kinn über die Nase zur Stirn und breiten sich über den Augenbrauen T-förmig aus. Eine so beschaffene Mischhaut wird den Anforderungen der Umwelt am ehesten gerecht. In der T-Zone, die intensiv gegen Sonne, Hitze, Kälte, Wind und Regen geschützt werden muss, sind im Hautgewebe zahlreiche Talgdrüsen vorhanden. Der von ihnen produzierte Talg überzieht die Haut mit einem schützenden Film. In den Randzonen, die den Umwelteinflüssen weniger ausgesetzt sind, gibt es weniger Talgdrüsen.

 

Fettige Haut (Seborrhoe)

 

Ursache der fettigen Haut sind die in der Haut vorhandenen Talgdrüsen, deren Produktion durch bestimmte Stoffe – unter anderem Hormone – angeregt oder gebremst wird. Beim fettigen Hauttyp reichen schon geringste Reize durch Hormone aus, um die Talgproduktion mehr als nötig in Gang zu setzen. Oft liegt dafür eine erbliche Veranlagung vor. Die hormonelle Stoffwechsellage wird ihrerseits wieder von äußeren Einflüssen wie Stress beeinflusst, wobei die männlichen Hormone die Talgproduktion steigern und die weiblichen Hormone sie bremsen. In begrenztem Rahmen kann auch die Ernährung eine Rolle spielen.

 

Während der Pubertät ist der Fettschub besonders intensiv. An der Stirn, der Nase, am Kinn, am Dekolleté sowie an Schultern und Rücken sind die meisten Talgdrüsen in der Haut vorhanden. In diesen Bereichen neigen die Poren auch zu Verstopfung, durch die sich dann Mitesser und Pickel bilden können. Fettige Haut ist meist eher robust und unempfindlich. Denn der Fettfilm schützt sie wirksam vor äußeren Einflüssen. Mit der richtigen Pflege bleibt fettige Haut besonders lange jung, da sich Falten schwerer bilden können.

 

Trockene Haut (Sebostase)

 

Trockene Haut sieht beneidenswert aus, wenn sie jung ist. Hautunreinheiten, fettiger Glanz, Überempfindlichkeit und große Poren sind hier nicht zu finden. Mit zunehmendem Alter benötigt sie aber viel Pflege, denn die Talgdrüsen produzieren zu wenig Fett. Dadurch kann sich auf der Haut kein ausreichend dicker Schutzfilm aus Fett bilden. Die Hornschicht leidet darunter besonders, denn die Hautzellen grenzen nicht mehr so dicht aneinander. Es bilden sich mikroskopisch kleine Lücken, durch die die Haut Feuchtigkeit verliert und durch die sie schädliche Umwelteinflüsse nahezu ungehindert erreichen. Die schnelle Austrocknung der Haut führt dazu, dass sich schon früh Falten bilden. Wie bei fettiger Haut ist auch die Veranlagung zu trockener Haut meist vererbt.

 

In Deutschland haben etwa 20–35 % der Menschen eine trockene Haut. Ihr Erscheinungsbild ist matt und stumpf, sie ist trocken und spröde und hat kleine Poren. Die Beschwerden reichen von leichtem Spannungsgefühl, schuppiger, empfindlicher oder rissiger Haut bis hin zu Rötung und Juckreiz. Geringe Elastizität und erhöhte Infektionsgefahr kennzeichnen diesen Hauttyp, der dem der empfindlichen Haut sehr ähnlich ist.

 

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