Haarausfall: Hilfe bei schütterem Haar

Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay

 

Haarausfall ist nicht ungewöhnlich: Jeder Mensch verliert im Laufe eines einzigen Tages 70 bis 100 Haare. Da das Haar allerdings gleichmäßig über den Kopf verteilt ausfällt und der Körper es regelmäßig ersetzt, fällt der Haarverlust normalerweise nicht auf.

Tritt der Haarausfall jedoch vermehrt an einzelnen Bereichen des Kopfes auf, ist die Haarverminderung irgendwann sichtbar. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über Haarausfall und wirksame Maßnahmen gegen den Haarverlust.

Experten bezeichnen den Haarausfall, der über den natürlichen Haarverlust hinausgeht als „Effluvium“. Im Zuge dieses Vorgangs verliert der Mensch mehr als 120 Haare täglich. Es ist möglich, dass der Haarverlust nur vorübergehend andauert aber auch ein langes Anhalten ist nicht auszuschließen. Der Haarausfall kann somit zur „Alopezie“, der sichtbaren Kopfhaarverminderung führen. Die Ursachen für Geheimratsecken und schütteres Haar sind unterschiedlich: Haarausfall kann sowohl genetisch bedingt sein, als auch durch Ernährungsdefizite (unzureichende Eisen-, Zink- oder Biotinzufuhr), psychische Probleme und Infektionen entstehen.

 

Androgenetischer Haarausfall ist erblich bedingt

Der erblich bedingte, von Experten als „Androgenetischer Haarausfall“ bezeichnete Haarverlust entsteht durch das Steroidhormon Dihydrotestosteron (DHT). Menschen können überempfindlich auf das Hormon reagieren, was bewirkt, dass der Körper die Haarwachstumsphase verkürzt, wenn DHT in der Kopfhaut vorliegt. Da DHT bei der Umwandlung des Hormons Testosteron entsteht, leiden vor allem Männer unter Androgenetischem Haarausfall. Um den genetisch bedingten Haarausfall zu vermindern, sind Medikamente erforderlich, die das DHT-Vorkommen in der Kopfhaut senken.
 

 

Mangelernährung und Hormonschwankungen bewirken Diffusen Haarausfall

Diffuser Haarausfall des Kopfhaares kann verschiedene Gründe haben: Hormonschwankungen, die beispielsweise durch Menstruation und Schwangerschaft entstehen, sind mögliche Auslöser vorübergehenden Haarverlustes. Doch auch Stress, Schilddrüsenerkrankungen und Infektionen wie die Gürtelrose können das Abfallen der Haare bewirken. Diffuser Haarausfall entwickelt sich zudem durch eine Mangelernährung. Führt ein Mensch beispielsweise eine Diät durch und ernährt sich besonders einseitig und fettarm, können Eisen- und Fettunterversorgung den Haarausfall bewirken. Einige Diäten und Hungerkuren rufen zudem einen Mangel an den Vitaminen K, H, A und B sowie den Spurenelementen Zink und Selen hervor und können Haarverlust herbeiführen.

 

Maßnahmen bei Haarausfall

Patienten mit Haarausfall stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl, mit ihrem Verlust umzugehen. Eine Methode ist das Kaschieren der kahlen Stellen mit Hilfe von Haarteilen. Der Wunsch nach dem eigenen Haar bleibt Betroffenen, die sich für eine Perücke entscheiden jedoch häufig erhalten. Haben sie Geduld und Disziplin ist es allerdings möglich, dass ihre Haare wieder sprießen.

Da sich die psychische Befindlichkeit auf das Haarwachstum niederschlagen kann, sollten Menschen mit Haarausfall zunächst versuchen, Stress abzubauen, Probleme zu lösen und sich zu entspannen. Die Umstellung der Ernährungsweise trägt anschließend dazu bei, dem Haarausfall entgegenzuwirken. Experten empfehlen eine zinkhaltige Kost und raten von einseitiger Nahrungszufuhr ab.

 

Zink als Mittel gegen Haarausfall

Es ist sinnvoll täglich 10 bis 20 Milligramm einer organischen Zinkverbindung einzunehmen. Die Biotin-Zufuhr lässt sich über Bierhefe-Präparate optimieren.

Auch eine medikamentöse Behandlung kommt bei Haarausfall in Frage. Im Zuge dieser greifen Betroffene auf Mittel, die den Hormonstatus beeinflussen, cortisonhaltige Präparate oder vitamin-, cystin- und biotinhaltige Substanzen zurück. Die in den Pillen und Cremes enthaltenen Vitamine unterstützen die Neubildung von Haarzellen. Das verabreichte Biotin bewirkt die Bildung der Hornsubstanz Keratin, während die Cystin-Zufuhr, die Versorgung des Körpers mit einem wichtigen Bestandteil des Haarkeratins garantiert. Um jedoch ein dauerhaftes Haarwachstum zu gewährleisten, müssen Menschen mit Haarausfall die medikamentöse Behandlung ihr Leben lang aufrechterhalten.

Sind alle Maßnahmen erfolglos, können Experten kahle Stellen am Kopf durch eine Haartransplantation erneut besiedeln. Die Transplantation von Haaren ist allerdings ein zeitaufwendiges und kostspieliges Unterfangen. Sind die Ursachen des Haarausfalls geklärt, kann mit einer Haarverlängerung rasch dem eigenen Selbstwertgefühl auf die Sprünge geholfen werden.