Flirten will gelernt sein

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„Es gibt für eine Frau eigentlich keinen vernünftigen Grund, einen Mann anzusprechen“, behauptet der amerikanische Verführungskünstler Mystery, „also gib ihr einen!“ Der Flirtprofi greift daher auf die sogenannte Peacocking-Strategie (von engl. peacock = der Pfau) zurück.
Der Trick: auffällige Kleidung, grelle Farben, eigenwillige Accessoires. Mystery selbst trägt auf seinen Streifzügen durch das Nachtleben oftmals eine Federboa oder eine übergroße Pelzmütze, dazu Halsketten und Armbänder, schwarz lackierte Fingernägel und Kajalstift, bunte Hemden und wallende Gewänder – einfach alles, was ihn so bunt und prachtvoll erscheinen lässt wie einen Pfau.Sein Ziel: aus der Masse hervorstechen. Selbst wenn die Herzensdame vom schrillen Outfit nicht wirklich begeistert sein sollte, die Strategie funktioniert. Das exaltierte Auftreten löst nämlich unweigerlich einen starken Impuls aus – ob nun negativ oder positiv, ist zunächst einmal völlig egal. Hauptsache, es veranlasst eine Frau, Sie daraufhin anzusprechen. Und schon sind Sie im Gespräch.

 

Ansprechen mit der 3-Sekunden-Regel
Häufigstes Problem der Männer: die eigene Unsicherheit. Flirt-Altmeister Mystery hat auch dafür eine pragmatische Lösung gefunden, die sogenannte 3-Sekunden-Regel: Gemeint sind jene drei Sekunden, die Ihnen bleiben, um eine Frau, die Ihnen ins Auge gefallen ist, auch wirklich anzusprechen – und zwar bevor der innere Schweinehund dazwischenfunkt und es zu einer Blockade im männlichen Hirn kommt. Frauen riechen Angst und Unsicherheit wie Spürhunde. Dazu darf es erst gar nicht kommen.
Die drei Sekunden sind dabei nicht wörtlich zu nehmen. Es ist nur wichtig, dass Sie nicht zögern, bevor Sie eine Frau ansprechen. Zögern schürt Zweifel und Ausflüchte. Wer zu lange wartet, dem kommen immer genügend Gründe in den Sinn, warum es gerade nicht die richtige Zeit oder der richtige Ort ist, eine Frau anzusprechen. Analytische Lähmung nennt das der Profi – und wenn es blöd läuft, ist die Frau schon längst wieder weg, noch bevor Sie überhaupt den Mund aufgemacht haben.
Meinungsfragen als Gesprächseinstieg
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Frau anzusprechen. Die direkte Methode, „Du gefällst mir, ich würde dich gern kennen lernen“, funktioniert am besten, wenn Sie aussehen wie Brad Pitt. Für alle anderen gibt es deutlich bessere Strategien.
Bei der Meinungsfrage geht es darum, die Aufmerksamkeit einer Frau zu gewinnen, ohne die Ansprechsituation allzu offensichtlich erscheinen zu lassen.
Beispiel 1: „Hallo, ich bräuchte mal eine weibliche Meinung. Ich war gerade in einer Parfümerie und kann mich nicht entscheiden. Welches riecht besser?“ Die Anmachstrategie stammt von „New York Times“-Autor Neil Strauss alias „Style“. Sie bitten eine Frau um ihre Meinung und fordern sie damit heraus. Funktioniert immer.
Beispiel 2: „Wer lügt mehr, Männer oder Frauen?“ Ein Klassiker der indirekten Methode. Der Spruch mag banal klingen, hat aber eine erstaunliche Wirkung, denn fast alle Frauen haben dazu etwas zu sagen. „Playboy“-Chefreporter Oliver Kuhn mahnt allerdings zur Vorsicht: Wahrscheinlich ist schon jede Frau zwischen Wuppertal und Wladiwostok vom amerikanischen Flirtmeister Mad Dash mit diesem Spruch angequatscht worden. Der Wer-lügt-mehr-Opener gehört heute zum Standardrepertoire jedes Verführungskünstlers und kursiert schon seit Jahren in der Pick-up-Szene.
Beispiel 3: „Hallo, könntest du mir vielleicht behilflich sein? Meine kleine Nichte wird morgen acht, und ich habe keine Ahnung, was ich ihr schenken soll.“ In diese Frage sind bewusst gleich mehrere unterschwellige Botschaften eingebaut: Sie haben offensichtlich Familiensinn. Sie sind an ihrer Meinung interessiert.

 

 

Die „Zufallsmethode“
Wenn man Frauen fragt, wie sie glauben, ihrem Traumpartner zu begegnen, beschreiben sie in der Regel eine Situation, die Oliver Kuhn das „Traumprinzen-Szenario“ genannt hat. Der Mann tritt in dieser Vorstellung immer zufällig und völlig überraschend ins Leben der Frau. Die Situation ist gleichermaßen romantisch wie selbstverständlich. Unter Romantik versteht keine Frau, dass ihr Traummann sie mit einem Anmachspruch im Club anquatscht. Also geht es bei dieser Strategie darum, einen romantischen Zufall herbeizuführen.
Sie baggern eine Frau nicht an. Oh, nein. Sie treten wie durch einen wundersamen Zufall mit ihr in Kontakt. Ihnen könnte beispielsweise etwas runterfallen. Genau vor ihre Füße. Die Frau würde es aufheben, weil sie gut erzogen ist. Sie würden sich bei ihr bedanken. Dabei würde Ihnen etwas auffallen. Ein Schmückstück. Etwas an ihrer Kleidung oder ihrer Haltung. Sie würden mit ihr ins Gespräch kommen, ganz wie im Film – einem dieser romantischen Liebesfilme mit Meg Ryan oder Julia Roberts.
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