Ernährung in der Schwangerschaft

Essen Sie, was Ihnen schmeckt!

 

Freuen Sie sich! Die Schwangerschaft ist eine gute Zeit, um sichbewusst mit gesunder Ernährung zu beschäftigen – und vermutlich wird Ihr Körper Sie dabei sogar mit deutlichen Signalenunterstützen: Manches lehnt er vielleicht heftig ab, weil er esnicht braucht. Anderes will er ebenso dringend sofort haben …

 

Dank ihres Heißhungers haben Schwangere oft ein klares Bedürfnis nach den Dingen, die ihnen gerade fehlen. Deshalblautet die wichtigste Regel: Essen für zwei brauchen Sie nicht –aber gönnen Sie sich bewusst das, worauf Sie Lust haben und was Ihnen schmeckt. Was dabei zu beachten ist:

 

Die Ernährungs-Top-Ten Sorgen

 

    1. Sorgen Sie in jedem Fall für möglichst viel frisches Obst und Gemüse auf Ihrem Speiseplan – z. B. fünf Portionen am Tag.
    2. Eine gesunde Ernährung soll generell vollwertig, ballaststoffreichund vielseitig sein. Essen Sie deshalb ausreichend Vollkornprodukte wie Vollkornbrot, Vollkorn-Müsli, Vollkorn-Flakes, Haferflocken, Vollkornreis, Vollkorn-Nudeln, Kartoffelnmit Pelle oder Hülsenfrüchte. Darin sind Ballaststoffe, einige Mineralien und B-Vitamine enthalten. Den häufig in der Schwangerschaft auftretenden Verstopfungen kann so gut vorgebeugtwerden. Aber übertreiben Sie nicht. Wenn Sie dadurchzu starke Blähungen und vor allem gegen Ende der Schwangerschaft Bauchschmerzen bekommen, müssen Sie mit den Mengenu.U. etwas zurückgehen.
    3. Gehen Sie sparsam mit Zucker und Süßigkeiten um.
    4. Fettarme Milch oder Milchprodukte wie Quark, Joghurt,Käse etc. spenden Kalzium für die Knochen und liefern zusätzlichwichtige Spurenelemente.
    5. Natürlich brauchen Sie auch Fett und Öle. Aber gehen Siedamit zurückhaltend um. Ziehen Sie kalt gepresste Pflanzenöle wie Raps- oder Olivenöl vor und geizen Sie mit tierischen Fettenwie Schmalz, Speck oder Sahne. Beachten Sie hierbei auch dieversteckten Fette (Schokolade, Eis, Kekse, Fertigsoßen oderChips).
    6. Biologisch kontrollierte Lebensmittel lohnen sich, um die Schadstoffkonzentration in der Nahrung möglichst klein zu halten.
    7. Verzichten sollten Sie auf rohe („Vorzugs“-)Milch, also auchfrische Milch vom Bauern, auf Rohmilchkäse und rohes Ei wegender Gefahr einer Infektion, z.B. mit Salmonellen oder Listerien
    8. Sehr kritisch ist auch der Verzehr von rohem Fleisch, etwa in der Form von Tatar, Mett, Rohwurst (z.B. Salami, Schinken) wie Tee- oder Zwiebelmettwurst, aber auch der von rohem Fischwegen der Gefahr von Toxoplasmose, Trichinose oder Bandwurminfektion
    9. Nehmen Sie möglichst regelmäßig über den Tag verteiltmehrere kleine Mahlzeiten, z.B. fünf, zu sich. Dies wird meistbesser vertragen als wenige große Portionen.
    10. Sie haben einen höheren Wasserumsatz und brauchen deshalb ausreichend Flüssigkeit pro Tag. Wir empfehlen kalt gelaufenes Leitungswasser, natriumarme Mineralwasser, verdünnteFruchtsäfte, Kräuter- oder Früchtetee (mit Zucker zurückhaltendumgehen!). Koffeinhaltige Getränke, z.B. Kaffee oder schwarzenTee, sollten Sie eher wenig zu sich nehmen.

Wichtig:

Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät schwangeren Frauen davon ab, chininhaltige Tonicoder Bitter-Lemon-Getränke in größeren Mengen zu trinken, da Chinin gesundheitlich problematisch sein kann.

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