Erkrankungen im Sommer – Durchzug als Erkältungsfalle

Erkrankungen im SommerDurchzug als Erkältungsfalle

 

Der Sommer macht’s möglich: Man geht ins Freie, sucht die Bewegung, unternimmt etwas. Nichts ist dann lästiger, als genau in diesem Moment krank zu werden. Wie sommerliche Erkältungsfallen, Magen-Darm-Beschwerden oder Reisekrankheiten zu umgehen sind, weiß Dr. Utta Petzold, Medizinerin der Barmer GEK.

 

Für viele Menschen gehört es einfach zum Sommer, Fenster und Türen öffnen zu können oder während der Autofahrt die Scheibe herunterzukurbeln. Das kann auch mal schief gehen: „Auf jeden Fall sollte man Durchzug vermeiden, erst recht, wenn man verschwitzt ist“, rät Petzold. Das erfrische zwar, kann aber schnell eine Erkältung oder Muskelverspannungen im Nacken- und Rückenbereich verursachen. Eine ebenso verbreitete sommerliche Erkältungsfalle ist die Klimaanlage, wie man sie in Hotels oder Geschäften, aber auch im Auto vorfindet. Der große Temperaturunterschied zwischen außen und innen kann das Immunsystem schwächen. Die Expertin empfiehlt daher, Räume nur auf höchstens 20 bis 22 Grad runterzukühlen. „Ist es draußen sehr heiß, kann eine höhere Innentemperatur bis zu 26 Grad sinnvoll sein.“

 

 

„Cook it, peel it or forget it“

Auch im Ernährungsbereich gelten ein paar „Sommerregeln“. Denn mit steigenden Temperaturen können sich Viren und Bakterien besser ausbreiten. Oft sind sie Ursache für Magen-Darm-Beschwerden. Deshalb sollte man bestimmte Dinge grundsätzlich beachten: Für einen längeren Transport verderblicher Lebensmittel eine Kühltasche benutzen. Fleisch gut durchbraten. Besonders Gehacktes ist sehr anfällig. Wichtig ist ebenfalls: Grillgut nicht zu lange außerhalb des Kühlschranks lagern.

Schützen kann man sich auch vor verschiedenen Urlaubserkrankungen. In einigen Ländern ist es beispielsweise ratsam, kein Leitungswasser zu trinken. „Wer auf Nummer sicher gehen will, der sollte im Restaurant Getränke am besten ohne Eiswürfel bestellen“, lautet ein Ratschlag der Expertin. An Urlaubsorten mit geringerem Hygienestandard gilt die Faustregel „Cook it, peel it or forget it“. Also von allem, was sich nicht schälen oder kochen lässt, wie Salate oder Mayonnaise, sollte man im Zweifelsfall besser die Finger lassen. Das gilt auch für nicht abgepacktes Speiseeis. Eine weitere Vorsichtsmaßnahme: vor dem Essen die Hände waschen. Wer sich dennoch etwas eingefangen hat, dem kann eine Zucker-Elektrolyt-Lösung aus der Apotheke helfen, den Verlust an Mineralstoffen auszugleichen. Petzold empfiehlt in diesem Fall, viel Tee und Mineralwasser ohne Kohlensäure zu trinken.

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