Der Schluck aus der Flasche – Milchnah­rungen im Überblick

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Der Schluck aus der Flasche – Milchnah­rungen im Überblick

Zweifellos, Stillen ist das Beste für Ihr Ba­by, da Muttermilch von der Natur opti­mal auf die Nährstoffbedürfnisse Ihres Säuglings abgestimmt ist, Übergewicht vorbeugt und das Immunsystem stärkt. Auch für die Mama ist langes Stillen ge­sund! Zum Beispiel findet die Figur leich­ter in ihre alte Form zurück.

 

Langes Stillen kann auch vor Brustkrebs schützen. Aus­schließliches Stillen wird daher für mindestens vier, bei guter Entwicklung auch sechs Monate empfohlen. Auch wenn Sie Ihrem Baby nach ca. V2 Jahr z.B. mittags bereits Brei füttern, sollten Sie dennoch zu den anderen Mahlzeiten weiterstillen, wenn Sie und Ihr Baby das möchten. Wenn Sie als Mutter – z.B. aus beruf­lichen Gründen oder wegen einer Krank­heit – gar nicht oder zumindest nicht so lange stillen können oder wollen, brauchen Sie kein schlechtes Gewissen zu haben. Sie können Ihren Säugling auch mit dem Fläschchen füttern. Die für Ihr Kind so wichtige kuschelige Nähe, die beim Stillen entsteht, können Sie auch beim Füttern mit der Flasche herstellen. Wichtig ist jedoch der Inhalt der Flasche. Die Nährstoffzusammensetzung der Fla­schenmilch sollte der Muttermilch so ähnlich wie möglich sein. Reine Kuhmilch ist vor dem Ende des ersten Lebensjahres ungeeignet. Ihr höherer Eiweiß- und Mineralstoffgehalt beispielsweise würde die noch empfindlichen Nieren des Babys zu stark belasten.

 

Ebenso ungeeignet sind sogenannte Alternativmilchen wie Frischkornmilch, Mandelmilch sowie Sojamilch, die nicht speziell für die Säug I ingsernährung vor­gesehen sind. Ihre Nährstoffzusammen­setzung ist unausgewogen und es fehlen wichtige Nährstoffe wie Calcium und einige B-Vitamine. Zudem kann ein Säugling das rohe Getreide aus der Frischkornmilch noch gar nicht verdauen. Wachstums- und schwere Gedeihstörungen können die Folge sein. Der sicherste Ersatz für Muttermilch sind industrielle Säuglingsmilchnahrungen. Strenge lebensmittelrechtliche Vorschriften regeln ihre Nährstoffzusammensetzung, die je nach Sorte mehr oder weniger gut an die Muttermilch angeglichen ist.

 

 

 

Wichtig: Halten Sie sich bei der Zuberei­tung industrieller Milchnahrungen sehr genau an die vom Hersteller angegebenen Pulvermengen.

Je nach Zusammensetzung und Anpas­sungsgrad an die Muttermilch sind Milch­nahrungen mit dem Zusatz Pre, 1, 2 oder 3 gekennzeichnet. Pre-Nahrungen sind in ihrer Zusammen­setzung der Muttermilch am ähnlichsten. Sie sind genauso dünnflüssig und enthal­ten als einziges Kohlenhydrat Milchzucker (Laktose) – genau wie Muttermilch. Sie können von Geburt an während des gan­zen ersten Lebensjahres gefüttert werden. Ebenso wie mit Muttermilch können Sie Ihr Baby mit Pre-Nahrungen nach Bedarf, also immer dann füttern, wenn es Hunger hat. Aus psychologischer Sicht ist dies ein Vorteil, denn so ist Ihr Baby zufriedener, als wenn es nach Zeitplan gefüttert wird. Milch­nahrungen mit dem Zusatz 1 enthalten als Kohlenhydrat zusätzlich Stärke. Dadurch sind sie dickflüssiger und sättigen länger. Auch sie sind für das ganze erste Lebens­jahr geeignet und können nach Bedarf gefüttert werden.

 

 

Tipp: Wenn Sie Ihr Baby zuckerfrei ernähren wollen, werfen Sie beim Einkauf einen Blick auf die Zutatenliste.

 

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