Das richtige Hausmittel gegen seine Erkältung finden

 

 

 

Kalt, nass, grau und die Erkältungswellen kommen auch bei uns im Büro an. Jeder Kollege kennt ein gutes Hausmittelchen. Da wird zu heißer Zitrone geraten oder zu warmer Milch mit Honig. Aber welche Hausmittel helfen und welche nicht? Wir haben die bekanntesten für Sie zusammengestellt.

Bei einer Erkältung schwören viele Menschen auf die guten alten Hausmittel. Zum Beispiel auf eine heiße Milch mit Honig, die nicht nur aufwärmt, sondern angeblich auch schneller gesund macht. Honig enthält tatsächlich Substanzen mit antibakterieller Wirkung. Aber die sind nur aktiv, wenn der Honig kaltgeschleudert wurde und später nicht erhitzt wird. Das heißt, wird der Honig mit der Milch erhitzt, schmeckt er zwar weiterhin gut und ist bestimmt auch angenehm für den Hals, die gesundheitsfördernden Stoffe des Naturprodukts sind allerdings verloren gegangen.

Ähnlich sieht es mit der heißen Zitrone aus. Auch Vitamin C ist, wie alle Vitamine, hitzeempfindlich. Die heiße Zitrone verliert durch den heißen Wasseraufguss also schon die wichtigen Vitamine, bevor sie überhaupt im Magen angekommen sind. Also entweder nur mit warmen Wasser die Zitrone aufgießen und genießen oder gleich zu frischem Obst greifen. Das hilft besser als das beliebte Erkältungsgetränk heiß aufgegossen. Vitamine sollten zudem nicht erst eingenommen werden, wenn man bereits erkältet ist. Viel wirksamer ist es, mit gesunder Kost vorzubeugen. Also viel Obst und Gemüse, probiotische Joghurts und Produkte mit wichtigen Spurenelementen wie Zink gehören beispielsweise dazu.

Aber welche Hausmittel wirken wirklich?

Husten, Schnupfen und Gliederschmerzen sind typische Erkältungsbeschwerden, die man sehr gut mit Hausmitteln behandeln kann. Die Zutaten, die dafür verwendet werden, sind zudem in fast jedem Haushalt vorhanden: zum Beispiel Wasser, Essig, Kartoffeln oder Zwiebeln. Einige unserer Nahrungsmittel sind mit natürlichen antibakterieller oder antiviralen Stoffen ausgerüstet. Wieder andere eigenen sich gut um den Blutdruck oder die Körpertemperatur zu regulieren. So können sie den Körper beim Kampf gegen die Erkrankung unterstützen.
Wichtig ist jedoch vorab klarzustellen, dass es zwar viele unterschiedliche Mittel gibt, die zur Linderung diverser Erkältungsbeschwerden beitragen, erkrankt man jedoch ernsthaft, verstärken sich die Symptome der Erkältung oder ist man gar an einer Grippe erkrankt, können auch Hausmittel keinen Arztbesuch ersetzen.

Erhöhte Temperatur und Fieber

Wer erhöhte Temperatur oder Fieber hat, sollte unbedingt das Bett hüten und viel trinken. Der Körper benötigt Ruhe, während er auf die Infektion reagiert. Die Körpertemperatur steigt als Reaktion auf die aktive Immunabwehr und den erhöhten Stoffwechsel. Ein weiterer Effekt ist, dass viele Erreger keine Temperaturen über 38,5 Grad überleben, deswegen sollte man Fieber nicht sofort mit Tabletten unterdrücken, es sei denn es steigt zu hoch. Dann sollte man aber auch einen Arzt konsultieren.

Wadenwickel können helfen, dass der Körper sich nicht zu sehr aufhitzt. Wichtig ist, dass die Wadenwickel nur die Waden kühlen und durch die Verdunstung des Wassers Hitze aus dem Körper ableiten. Der Körper und die Füße sollen während der Behandlung warm bleiben. Besonders gut funktioniert das mit Essigwickeln. Dazu einfach kaltes Wasser und Obstessig zu gleichen Teilen mischen und Tücher darin tränken, auswringen – die Tücher sollten nicht tropfen – und um die Wade wickeln. Dann zur anderen Seite wechseln und die zweite Wade wickeln. Sobald sich das Tuch erwärmt hat, neu im kalten Essigwasser tränken. Die Wadenwickel sollen nicht zugedeckt werden, da die Verdunstung des Wassers für die Kühlung sorgt.

 

Fiebertees helfen beim Schwitzen

Schwitzen ist der natürliche Weg des Körpers mit der Überhitzung durch das Fieber umzugehen. Dabei funktioniert Schwitzen ähnlich wie unsere Wadenwickel: Die Verdunstung des Schweißes entzieht dem Körper Wärme. Das funktioniert besonders gut, so lange der Schweiß nicht perlt, sondern die Hautoberfläche benetzt. Diesen Effekt kann man mit bestimmten Kräutertees verstärken. Lindenblüten-, Holunderblüten- oder auch Mädesüßblütentees sind typische Fiebertees. Die beste Tageszeit für eine Schwitzkur ist der späte Nachmittag. Zu dieser Zeit ist die Schweißproduktion stärker als sonst. Am besten vor dem Einschlafen trinken, sich gut zudecken und im Schlaf gesund werden.

 

 

Heiße Hühnersuppe

Heiße Brühe gegen Erkältungen? Jeder hat das schon einmal gehört, aber stimmt das? US-amerikanische Forscher der Universität Nebraska wollen herausgefunden haben, dass Hühnersuppe, vor allem selbstgemacht, wirklich gegen Infekte der oberen Atemwege helfen soll. Sie soll Inhaltsstoffe enthalten, welche die Aktivität der weißen Blutkörperchen hemmen, die bei einer Erkältung unter anderem für die Schwellung der Schleimhäute der oberen Atemwege verantwortlich sind. Zusätzlich befeuchtet der heiße Dampf der Schleimhäute und sorgt dafür, dass Schleim aus Nase und Hals besser abfließen kann.

 

Und wenn die Nase läuft?

So lange die Nase läuft, ist es zwar unangenehm, aber schlimm wird’s meistens erst dann wenn die Schleimhäute so angeschwollen sind, dass man kaum noch Luft bekommt und durch den mangelnden Abfluss des Sekrets sich der Infekt auf die Nasen- oder Stirnnebenhöhlen ausweitet. Man kann jedoch dieser Entwicklung mit recht einfachen Hausmitteln entgegenwirken. Neben Nasenspray, womit man die Schleimhäute zum Abschwellen bekommt, kann auch einfach mit Dampfbädern dabei helfen, die Nasenschleimhäute zu befeuchten, festsitzendes Sekret zu lösen und eventuell auch zu desinfizieren. Dazu nimmt man eine große Schüssel und füllt ca. zwei Liter kochendes Wasser hinein und gibt entweder etwas Salz (2-3 Esslöffel sind ausreichend) oder zwei Beutel Kamillentee bzw., sofern vorhanden, eine Handvoll Kamillenblüten in das heiße Wasser. Dann den Kopf darüber halten, mit einem Handtuch abdecken, dass eine kleine Schwitzhütte entsteht und tief ein- und ausatmen.

Ein Mittel, das auch sehr gut gegen Schnupfen hilft und Schleimhäute abschwellen lässt, sind Nasenspülungen. Die Handhabung der Nasendusche, die es zum Beispiel in Apotheken oder Reformhäusern zu kaufen gibt, ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Ihre Wirkung, Schnupfen zu bekämpfen und sogar erfolgreich vorzubeugen bei regelmäßiger Benutzung, ist jedoch fast unschlagbar. Dazu benötigt man eine Nasendusche, 0,2 Liter warmes Wasser und eine Messerspitze Kochsalz. Beim Nase spülen lässt man nun langsam das lauwarme Salzwasser über das Nasenloch in die Nasengänge und Nebenhöhlen laufen und wieder raus. Das wiederholt man mehrmals täglich auf beiden Seiten und sollte ziemlich schnell selbst hartnäckigen Schnupfen loswerden.