Aquafitness – der sanfte Weg für die Form

Über den Ursprung der heutigen Aquafitness gibt es eine kleine Anekdote mit ernstem Hintergrund: Ein im Vietnamkrieg abgestürzter amerikanischer Hubschrauberpilot soll sein eigenes Rehabilitationsprogramm im Wasser entwickelt haben, um schneller wieder fit zu werden. Eine eigens dafür konzipierte Weste, die „Wet Vest“, gab Auftrieb und sorgte dafür, dass er Füße und Beine bewegen konnte, ohne den Boden zu berühren. Dieses Im-Wasser-Stehen ist die Grundlage für das heutige Aquafitnesstraining.

 

 

Bewegung ohne Verschleiss

 

Was im Fitnessstudio geht, das geht im Grunde auch im Wasser – das ist die Grundannahme bei Aquafitness. Ob Hanteln stemmen oder einfach nur Joggen oder Steppen, im nassen Element haben all diese Übungen einen entscheidenden Vorteil: Das eigene Körpergewicht muss durch den Auftrieb nicht getragen werden, die Gelenke werden so gut wie gar nicht beansprucht. Die Muskeln müssen umso mehr Arbeit leisten: Jeder Bewegung wird ein erheblich größerer Widerstand entgegensetzt als an der Luft, alle Muskelgruppen sind gleichzeitig gefordert.

 

Diese Beanspruchung ist die beste Voraussetzungen für eine Steigerung von Kraft, Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit. Je nach Trainingsziel kann wie im Fitnessraum „an Land“ ein speziell auf bestimmte Muskelgruppen abzielendes Übungsprogramm aufgestellt werden. Aquafitness eignet sich für jeden Sportbegeisterten, aber besonders für Menschen in der Rehabilitation, mit Rücken-, Knie-, und Hüftproblemen, Senioren, Übergewichtige und Frauen in der Schwangerschaft.

 

 

 

Aquafitness – gesund im Wasser

 

Aquafitness ist nicht nur gesund. Hinzu kommen noch andere Aspekte: Da im Wasser trainiert wird, wird der Körper abgehärtet, ähnlich wie beim Wechselduschen. Das Wasser wirkt wie ein Gefäßtraining. Aquafitnesssportler können wie Schwimmer so mancher Erkältung besser die Stirn bieten.

 

Auch Lunge und Herz-Kreislauf werden durch das tiefe und regelmäßige Atmen im Wasser gestärkt. Durch den Wasserdruck, der wie eine Bandage wirkt, wird die Durchblutung verbessert und die Haut massiert. Und nicht zuletzt wirkt sich auch die entspannende Wirkung des Wassers positiv auf das physische und psychische Wohlbefinden aus. Mittlerweile gibt es mit „Aqua-Relaxing“ und „Aqua-Balancing“ bereits eigens auf dieser Erholung abgestimmte Arten der Aquafitness.

 

 

 

Aquafitness = Sport + Spaß

 

Ob mit Musik zum Aquajogging oder mit Gummibällen, Schwimmbrettern, Steppern oder „Pool-Nudeln“ beim Aquarobic – ein wesentlicher Bestandteil eines Aquafitnesstrainings ist der Spaß. Der Sport soll ein Erlebnis sein, was durch das Training in der Gruppe verstärkt wird.

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