3ter Monat – Das Baby wächst und wächst …

Der Embryo kann jetzt Arme und Beine bewegen – Nerven und Muskelnarbeiten bereits zusammen. Der Magen bildet die ersten Verdauungssäfte, die Nieren scheiden Urin aus.

 

Augen, Ohren, Nase, Lippen und Zunge entwickelnsich weiter, die kleinen Finger haben nicht nur Nagelbetten, in der 10. Woche werden auch die Hand-, Finger- und Fußlinien und damit der individuelle Fingerabdruck festgelegt. Der Embryo dreht und wendet sichund macht damit seine ersten wichtigen Lernerfahrungen, die sein Gehirn stimulieren und strukturieren. Die Plazenta übernimmt aus dem Blut derMutter Sauerstoff und Nährstoffe. Ein feines Kapillarsystem arbeitet wieeine Kette von Tankstellen und übergibt die wichtigen Stoffe an das Blutdes Embryos. Je größer das Kind wird, desto höher ist der Bedarf an solchenTankstellen. Deshalb wächst die Plazenta in gleichem Maße. AmEnde der zwölften SSW erreicht sie die Größe einer Faust.

 

Das Gehirn entwickelt sich gerade zu Anfang des dritten Monats rasant. Kaum zu glauben: Durchschnittlichwerden während einer Schwangerschaft pro Minute 250.000 Nervenzellen bzw.Neuronen gebildet. Nach den ersten zehn Schwangerschaftswochen spricht man dann nicht mehr von einem Embryo, sondern von einem Fötus. Dieser ist jetzt ca. 5 cm groß und etwa20 Gramm schwer.

 

 

Ernährung

Essen Sie, was Ihnen schmeckt! Freuen Sie sich! Die Schwangerschaft ist eine gute Zeit, um sichbewusst mit gesunder Ernährung zu beschäftigen – und vermutlichwird Ihr Körper Sie dabei sogar mit deutlichen Signalenunterstützen: Manches lehnt er vielleicht heftig ab, weil er esnicht braucht. Anderes will er ebenso dringend sofort haben …

 

Dank ihres Heißhungers haben Schwangere oft ein klares Bedürfnis nach den Dingen, die ihnen gerade fehlen. Deshalb lautet die wichtigste Regel: Essen für zwei brauchen Sie nicht –aber gönnen Sie sich bewusst das, worauf Sie Lust haben undwas Ihnen schmeckt. Was dabei zu beachten ist:

 

Die Ernährungs-Top-Ten

  • Sorgen Sie in jedem Fall für möglichst viel frisches Obst undGemüse auf Ihrem Speiseplan – z. B. fünf Portionen am Tag.

 

  • Eine gesunde Ernährung soll generell vollwertig, ballaststoffreichund vielseitig sein. Essen Sie deshalb ausreichendVollkornprodukte wie Vollkornbrot, Vollkorn-Müsli, Vollkorn-Flakes, Haferflocken, Vollkornreis, Vollkorn-Nudeln, Kartoffelnmit Pelle oder Hülsenfrüchte. Darin sind Ballaststoffe, einigeMine ralien und B-Vitamine enthalten. Den häufig in derSchwan gerschaft auftretenden Verstopfungen kann so gut vorgebeugtwerden. Aber übertreiben Sie nicht. Wenn Sie dadurchzu starke Blähungen und vor allem gegen Ende der SchwangerschaftBauchschmerzen bekommen, müssen Sie mit den Mengenu.U. etwas zurückgehen.

 

  • Gehen Sie sparsam mit Zucker und Süßigkeiten um.

 

  • Fettarme Milch oder Milchprodukte wie Quark, Joghurt,Käse etc. spenden Kalzium für die Knochen und liefern zusätzlichwichtige Spurenelemente.

 

  • Natürlich brauchen Sie auch Fett und Öle. Aber gehen Siedamit zurückhaltend um. Ziehen Sie kalt gepresste Pflanzenölewie Raps- oder Olivenöl vor und geizen Sie mit tierischen Fettenwie Schmalz, Speck oder Sahne. Beachten Sie hierbei auch dieversteckten Fette (Schokolade, Eis, Kekse, Fertigsoßen oderChips).

 

  • Biologisch kontrollierte Lebensmittel lohnen sich, um dieSchadstoffkonzentration in der Nahrung möglichst klein zu halten.

 

  • Sehr kritisch ist auch der Verzehr von rohem Fleisch, etwa inder Form von Tatar, Mett, Rohwurst (z.B. Salami, Schinken) wieTee- oder Zwiebelmettwurst, aber auch der von rohem Fischwegen der Gefahr von Toxoplasmose, Trichinose oder Bandwurminfektion.

 

  • Nehmen Sie möglichst regelmäßig über den Tag verteiltmehrere kleine Mahlzeiten, z.B. fünf, zu sich. Dies wird meistbesser vertragen als wenige große Portionen.

 

  • Sie haben einen höheren Wasserumsatz und brauchen deshalbausreichend Flüssigkeit pro Tag. Wir empfehlen kalt gelaufenesLeitungswasser, natriumarme Mineralwasser, verdünnteFruchtsäfte, Kräuter- oder Früchtetee (mit Zucker zurückhaltendumgehen!). Koffeinhaltige Getränke, z.B. Kaffee oder schwarzenTee, sollten Sie eher wenig zu sich nehmen.

 

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