Diät-Irrtümer

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Gleich der größte Irrtum zum Thema Abnehmen vorneweg: Wenig essen macht schlank. Ganz im Gegenteil!

Extreme Hungerkuren bringen langfristig nicht etwa die ersehnte Figur, sondern zusätzliche Pfunde auf die Hüften. Rund um die Gewichtsreduktion ranken sich viele Mythen, die statt schlank eher dick machen.



Nicht jeder, der sich für dick hält, ist übergewichtig

Man muss nur das nächste Modemagazin aufschlagen: Waschbrettbäuche und ultraschlanke Supermodels, so weit das Auge reicht. Bei ihrem Anblick glauben viele Menschen, zu dick zu sein. Aber ist das auch tatsächlich der Fall? Ob man übergewichtig ist oder nicht, hängt vom Body-Mass-Index, kurz BMI, ab. Um Ihren BMI herauszufinden, teilen Sie einfach Ihr Körpergewicht (in Kilogramm) durch das Quadrat Ihrer Körpergröße (in Meter) oder geben Sie Ihre Daten in unseren Rechner ein. Übergewicht hat man erst ab einem BMI zwischen 25 und 30. Ab Werten von 28 bis 30 ist die Gesundheit in Gefahr.



Viel vom Richtigen essen macht schlank

FDH (Friss die Hälfte) galt lange Zeit als effektivste Art des Abnehmens. Aber inzwischen weiß man, dass diese Methode längerfristig nutzlos ist. Hungernde nehmen zwar am Anfang ein paar Kilos ab, wenn sie dann aber wieder normal essen, schlagen die Pfunde wieder zu. Die innere Stimme fordert auf zum FDD (Friss das Doppelte). Der Körper versucht sich das zurückzuholen, was ihm vorenthalten wurde und sogar noch mehr darüber hinaus. Man spricht auch vom Jo-Jo-Effekt. Und noch ein Phänomen lässt sich bei Menschen beobachten, die eine Hungerkur machen: Der Organismus passt sich an, indem er seinen Energieumsatz herunterfährt und weniger Kalorien verbrennt. Dieser „Sparbetrieb“ hält auch noch nach Abschluss der Diät an. Der Körper braucht einfach weniger Energie, um seine täglichen Pflichten zu erfüllen. Das, was nicht verbrannt werden kann, lagert sich als Fettpölsterchen ab. Viele wiegen vier bis sechs Wochen nach einer Diät mehr als vor ihrem Entschluss, schlanker zu werden.



Verbote schaden

Man sollte sich Süßigkeiten generell nicht verbieten. Je radikaler der Verzicht, desto größer wird der Heißhunger auf Leckereien. Und dann beginnt das große Fressen. Deshalb darf man sich ab und zu auch mal etwas Süßes gönnen. Für den kleinen Süßhunger zwischendurch sollte man fettarme Naschereien wie Russisch Brot oder Obst im Haus haben.



Kein Irrtum: Änderungen der Essgewohnheiten sind am effektivsten

Vergessen Sie Hauruck-Diäten, wenn Sie dauerhaft schlank bleiben oder werden wollen. Stellen Sie Ihre Ernährung langfristig um. Und es lohnt ein kritischer Umgang mit den Dickmachern Fett und Alkohol. Dann macht es auch nichts aus, wenn man hin und wieder mal schwach wird.


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