Darmkrebsvorsorge zeigt Erfolge

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Darmkrebsvorsorge zeigt Erfolge

2002 wurde die Darmspiegelung als Vorsorgeleistung der gesetzlichen Krankenkassen bei Frauen und Männern eingeführt. Laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum ist seitdem sowohl die Zahl der Neuerkrankungen als auch die Sterberate zurückgegangen.

Krebsvorstufen rechtzeitig entfernt

Im Jahr 2002 wurde die Darmspiegelung (Koloskopie) für Versicherte ab 55 Jahren in das gesetzliche Krebsfrüherkennungsprogramm in Deutschland aufgenommen. Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) nahmen zwischen 2003 und 2012 etwa 20 bis 30 Prozent der Betroffenen das Angebot wahr. Die Darmspiegelung dient dabei nicht nur der Früherkennung. Sie ist zugleich eine echte „Krebsvorsorge“, denn eventuell entdeckte Krebsvorstufen können direkt bei der Untersuchung entfernt werden. Damit wird die Krebsentwicklung verhindert. „Außerdem würden viele Tumore in einem frühen Stadium mit guten Heilungschancen entdeckt“, erklärt der Epidemiologe Michael Hoffmeister vom DKFZ.

Zahl der Neuerkrankungen gesunken

Das DKFZ hat nun gemeinsam mit Wissenschaftlern vom Krebsregister Saarland und der Universität Lübeck untersucht, ob die Einführung der Darmspiegelung Wirkung zeigt. Das Ergebnis: Vor allem in der Altersgruppe ab 55 Jahren erkrankten weniger Männer (13,8 Prozent) und Frauen (14,3 Prozent) an Darmkrebs, weil Krebsvorstufen rechtzeitig entdeckt und entfernt werden konnten. Auch die Sterberate ist seit Beginn des Vorsorgeangebots bei Männern um 20,8 Prozent und bei Frauen um 26,5 Prozent gesunken.

Das tut die AOK für Sie

Ab dem 55. Lebensjahr können Versicherte zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren in Anspruch nehmen. Ab 50 ist einmal jährlich ein Schnelltest auf verborgenes Blut im Stuhl möglich. Die Untersuchungen sind Leistungen Ihrer AOK. Die anspruchsberechtigten Versicherten werden über Mailingsaktionen persönlich über die Vorsorgeangebote informiert.

Darmkrebsfrüherkennung mit PillCam

Die AOK Bayern bietet ihren Versicherten darüber hinaus in den Regionen Hof und Dorfen im Rahmen eines Modellvorhabens eine zusätzliche Alternative an, die Darmkrebsvorsorge des Dickdarms mittels der Kapselendoskopie (Videokapsel, PillCam) als Alternative zur herkömmlichen Darmspiegelung durchführen zu lassen.

(Quelle: DKFZ 22.2.2016)

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