Beauty Frage des Tages: Thema Haut – Reinigung, Pflege, Ernährung

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Beauty Frage des Tages: Thema Haut – Reinigung, Pflege, Ernährung

beautypress beantwortet die wichtigsten Beauty-Fragen aus den verschiedensten Bereichen. Weitere Kategorien gibt es im Beauty-Archiv oder über die Volltextsuche “Frage des Tages”.

Reinigung

Kann man bei der Reinigung normaler Haut überhaupt etwas falsch machen?
Bei normaler Haut sollten austrocknende Produkte (für fettige Haut) und fettige Produkte (für trockene Haut) vermieden werden. Bei der Reinigung sollte ebenso sanft vorgegangen werden wie bei anspruchsvolleren Hauttypen: In leichten kreisförmigen Bewegungen das Reinigungsgel oder die -creme oder -lotion einarbeiten, gründlich mit lauwarmem Wasser abspülen, mit einem Handtuch sanft trockentupfen und die passende Gesichtspflege auftragen.

Wie wird empfindliche Haut am besten gereinigt?
Empfindliche Haut sollte mit feuchtigkeitsspendenden, unparfümierten Produkten ohne aggressive Tenside gereinigt werden, um Irritationen auszuschließen. Nach jeder Hautreinigung muss das Gesicht gründlich abgespült werden, um Seifenreste und Tenside zu beseitigen. Andernfalls können sich diese lange auf der Haut festsetzen und chronische Reizungen hervorrufen. Nach dem Abspülen sollte die Haut nicht an der Luft getrocknet werden, da auf diese Weise zusätzlich Feuchtigkeit verloren ginge. Stattdessen sollte sie trockengetupft und die anschließende Gesichtspflege ganz sanft aufgetragen werden. Zusätzliches leichtes Einklopfen in die noch feuchte Haut regt die Durchblutung an und schenkt dem Teint eine rosige Frische.

Mischhaut ist sowohl trocken als auch fettig – welche Reinigungsprodukte sind die richtigen?
Mischhaut sollte mit pH-neutralem Waschgel und Syndet gereinigt werden. Die trockenen Hautstellen sollten mit feuchtigkeitsspendender Gesichtspflege versorgt und wenn nötig nachgecremt werden, nicht jedoch die fettigen Hautstellen. 2-3 Mal pro Woche kann eine Gelmaske eingesetzt werden. Auch Gesichtsdampfbäder können bei unreiner Haut helfen, da der heiße Dampf die Hornschichten aufweicht, die Durchblutung fördert und die Poren öffnet.

Wie sollte fettige Haut am besten gereinigt werden?
Fettige Haut sollte täglich intensiv mit warmem Wasser und fettlösender Reinigung gereinigt werden. Sanfte Reinigungsgels und spezielle Seifen sind entfettenden Seifen und Alkohollösungen dabei vorzuziehen. Auch die Gesichtscreme sollte fettfrei sein und nur sparsam aufgetragen werden. Tagsüber kann zwischendurch auch ein Reinigungstuch helfen, um das Gesicht schnell von Schmutz und überschüssigem Fett zu befreien.

Worauf sollte man bei der Reinigung trockener Haut achten?
Trockene Haut sollte täglich mit rückfettenden Syndets oder Reinigungsölen ohne Tenside gewaschen werden. Eine unparfümierte, fett- und feuchtigkeitsspendende Gesichtscreme ohne Alkohol hilft, die Feuchtigkeit zu speichern. Auf sehr heiße Duschen und exzessives Waschen sollte verzichtet, hohe Temperaturen und geringe Luftfeuchtigkeit sollten gemieden werden. Wenn im Winter trockene Heizungsluft und Kälte die Haut zusätzlich strapazieren, hilft ein warmes Bad von etwa 20 Minuten mit Ölen oder Totem-Meer-Salz, an dessen Anschluss die Haut sanft getrocknet und dann mit mineralischem Öl oder einer Bodylotion ohne Alkohol eingecremt wird. Dadurch wird die Feuchtigkeit in der Haut gespeichert.


Reinigung unreiner Haut

Hilft viel Sonne allgemein bei unreiner Haut?
Beim Sonnen hat UV-Schutz oberste Priorität – und das nicht nur am Strand oder auf der Skipiste. Auch, wenn tiefe Bräune, deren Erreichen durch Sonnencreme nur verzögert wird, immer noch angesagt ist und als attraktiv gilt, ist die Wichtigkeit von Sonnenschutz unbestritten. Jeder Sonnenbrand schädigt die Haut, intensives Sonnenbaden treibt die Hautalterung voran – 90 % der Fälle von vorzeitiger Hautalterung sind auf die Sonne zurückzuführen.

Die Haut hat sich entzündet – was tun?
Möglicherweise helfen beruhigende Kamillendampfbäder oder Masken mit Heilerde. Auch Sonnenstrahlen können lindernd wirken – jedoch ist hier Vorsicht geboten. Zu häufige Sonnenbäder können das Gegenteil bewirken und eine allergische Reaktion hervorrufen.

Wieso ist das abendliche Abschminken so wichtig?

Abends muss das Gesicht auf jeden Fall gründlich von Make-up gereinigt werden. Auf ungereinigter Haut können Pflegeprodukte nicht ihre volle Wirkung entfalten – Bakterien wachsen auf Schmutz-, Schweiß- und Kosmetikresten dadurch umso besser. Noch besser können sie in die Haut eindringen, wenn diese durch zu gründliches Reinigen bereits leicht beschädigt wurde. Make-up sollte also jeden Abend vollständig, jedoch auf sanfte Weise mit den passenden Pflegeprodukten und warmem Wasser entfernt werden.

Unreine Haut und Make-up – passt das?
Unreine Haut verleitet dazu, Rötungen und Unebenheiten unter einer Schicht Make-up zu verstecken. Doch da die Haut unter der abdeckenden Foundation nicht richtig atmen kann, werden Hautunreinheiten eher gefördert anstatt beseitigt. Um die antimikrobiellen und antientzündlichen Wirkstoffe der Hautpflege unter der Foundation nicht zu beeinträchtigen und den wichtigen Feuchtetransport von innen nach außen nicht zu bremsen, sollte also lieber keine dicke Make-up-Schicht aufgetragen werden, sondern bestenfalls ein loser Puder aus mineralischen Pigmenten und z.B. juckreizstillendem Harnstoff.

Unreine Haut kommt von mangelnder Hygiene – oder?

Oftmals werden Hautunreinheiten mit mangelnder Hygiene assoziiert. Eine extrem gründliche Reinigung in Folge bewirkt jedoch genau das Gegenteil – dadurch wird die Haut überfordert und strapaziert, die Talgdrüsen steigern ihre Produktion, um den angegriffenen schützenden Hydrolipidfilm, ohne den die Haut anfällig für Keime und Irritationen ist, wiederherzustellen. Schon bei kleinen Störungen an den Drüsenausgängen wird dort Druck aufgebaut, die Haut wird trocken und kann sich entzünden. Es kommt also nicht auf häufige, sondern auf die richtige Reinigung mit sanfter, auf den Hauttyp abgestimmter Pflege an – auf parfümierte oder Alkohol enthaltende Produkte sollte besser verzichtet werden. Auch rückfettende Produkte sind, sofern nicht vom Dermatologen verordnet oder bei trockener Haut benötigt, im Normalfall nicht das Richtige, da die Talgproduktion in der Pubertät ein Maximum erreicht.

Haut und Ernährung

Wieso ist es so wichtig, viel zu trinken?
Eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung hält den Stoffwechsel in Schwung, die Haut bleibt dadurch länger prall. Dafür sollten täglich 1,5 Liter Flüssigkeit in Form von Mineralwasser, ungesüßten Früchte- und Kräutertees oder mit Wasser verdünnte Obstsäfte getrunken werden.
Vorsicht: Wasser mit leichtem Fruchtgeschmack enthält oftmals Zucker und Zitronensäure, die durch einen niedrigen pH-Wert die Zähne angreift.

Weshalb ist eine vitaminreiche Ernährung so wichtig?
Eine einseitige Ernährung bleibt nicht ohne Folgen: Trockene oder sensible Haut, Ausschlag und Juckreiz können ein Zeichen für einen Mangel an Vitaminen und Spurenelementen sein.
Biotin dagegen pusht den Stoffwechsel und versorgt die Haut mit Aufbaustoffen. Vitamin E fungiert als Radikalfänger, Vitamin A unterstützt bei neuer Zellbildung in der Oberhaut. Beta-Carotin regelt die Lichtverträglichkeit der Haut, Vitamin C ist am Aufbau kollagener Fasern im Bindegewebe beteiligt, macht freie Radikale unschädlich und stärkt die Immunabwehr. Deshalb ist es wichtig, der Haut durch die Ernährung ausreichend Vitamin- und Spurenelemente zur Verfügung zu stellen.

Welche Proteine, Mineralstoffe und Fette sind wichtig für ein schönes Hautbild – und wieso?

Eiweiß wird durch Enzyme in seine Bausteine, die Aminosäuren, zerlegt und anschließend für die Nutzung des Körpers wieder neu zusammengesetzt. Diese Proteine sind wichtig für den Aufbau von neuen Zellen.
Auch Fett wird von der Haut für die Nutzung fettlöslicher Vitamine sowie für den Aufbau von Zellen benötigt: Zellwände bestehen aus einer Kombination von Fetten und Proteinen. Besonders wertvoll sind Fette mit ungesättigten Fettsäuren, die besonders in pflanzlichen Ölen enthalten sind.
Kalium und Natrium dagegen regeln den Flüssigkeitsdruck im Gewebe und sorgen für eine straffe, pralle Haut. Auch Mineralien sind an der Bildung von Enzymen und dem Stoffaustausch durch die Zellwände beteiligt: Ohne Eisen wird die Haut trocken, Magnesium sorgt dafür, dass die Zellwände stabil und zugleich durchlässig bleiben.

Was unterstützt eine gesunde, schöne Haut?
Die Haut wird in erster Linie durch das Blut mit allem Nötigen versorgt. Voraussetzung dafür ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung, denn wie auch der übrige Organismus benötigt die Haut Proteine, Fett, Vitamine und Mineralstoffe, um ihre Funktionen erfüllen zu können – und dabei gesund zu strahlen.

Das Hautbild ist in erster Linie Veranlagung – oder?
Es bestimmen zwar durchaus die Erbanlagen das Hautbild, jedoch auch eine Vielzahl anderer Faktoren wie kosmetische Pflege, Hormone, Lebens- und Schlafgewohnheiten, psychische Befindlichkeiten und Stressfaktoren.


Pflege im Winter

Wieso sieht man im Winter so blass aus?
In der kalten Jahreszeit ziehen sich in der Haut die Blutgefäße zusammen, damit die Wärme im Inneren des Körpers bleibt. Dadurch wird die Haut mit weniger Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, der Stoffwechsel befindet sich auf einem niedrigen Niveau. Dadurch scheint die Haut viel blasser.

Wieso macht Heizungsluft die Haut so trocken?
Durch die warme Heizungsluft wird der Haut Feuchtigkeit entzogen. Sie transportiert durch die Trockenheit noch mehr Feuchtigkeit an die Oberfläche. Dort verdunstet die Feuchtigkeit – die Haut trocknet aus.

Wieso ist die Haut im Winter weniger geschützt?
Die Talgdrüsen in der Haut erzeugen einen natürlichen Fettfilm, der die Haut gegen äußere Einflüsse schützt und Wasserverlust verhindert. Während die Talgdrüsen normalerweise 1-2 g Talg pro Tag produzieren, sinkt dieser Wert in der kalten Winterzeit. Ab -8 C produzieren die Talgdrüsen sogar gar kein Fett mehr. Folglich wird der Schutzfilm auf der Haut dünner, der Verdunstungsschutz verringert sich. Die ungeschützte Haut wird schneller trocken und spröde. Deshalb benötigt sie in der kalten Jahreszeit eine besondere, schützende Pflege, z.B. eine reichhaltige Creme.

Wie sollte man die Haut in der kalten Jahreszeit reinigen?
Die empfindliche Gesichtshaut ist im Winter noch sensibler und sollte deshalb mit milden Produkten sanft gereinigt werden. Auf alkoholhaltiges Gesichtswasser sollte man in dieser Zeit lieber verzichten – und auch Peelings können die Haut eher strapazieren.

Welche Pflege tut der Haut im Winter gut?
Nach einer milden Reinigung freut sich die Haut über eine nährende Gesichtspflege, die z.B. essentielle Fettsäuren enthält: Im Winter kann die Tagespflege ruhig mehr Fett enthalten als im Sommer. Auch eine gelegentliche Gesichtsmaske versorgt die Haut mit Nährstoffen.

Text: beautypress.de

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